
Petra Jordanien: Alle Infos zur Felsenstadt und Weltwunder
Es gibt Orte, die wir alle schon tausendmal auf Bildern gesehen haben – und die trotzdem nichts von ihrer Faszination verlieren, wenn man endlich davorsteht. Petras in den Fels gehauenes Schatzhaus ist so ein Ort. Die antike Handelsstadt der Nabatäer wurde 2007 zu einem der neuen 7 Weltwunder gewählt und lockt jedes Jahr Hunderttausende Besucher an. Was die Felsenstadt so einzigartig macht, wie sie zum Weltwunder wurde und worauf Sie bei einer Reise achten sollten – das erfahren Sie hier.
Höhe über dem Meeresspiegel: 1500 m ·
UNESCO-Welterbe seit: 1985 ·
Hauptbauzeit: ca. 1. Jahrhundert v. Chr. ·
Bekannt für: Felsfassaden des Schatzhauses (Al-Khazneh) ·
Lage: Südjordanien
Kurzüberblick
- Petra wurde von den Nabatäern erbaut (Visit Jordan, offizielle Tourismus-Website)
- UNESCO-Welterbe seit 1985 (Jordanien Reisen & Informationsportal)
- Schatzhaus war Kulisse in Indiana Jones (MEIERS WELTREISEN, Reiseportal)
- Genaues Gründungsjahr Petras
- Zwecke einzelner Gebäude (Schatzhaus – Grab oder Tempel?)
- Einwohnerzahl zur Blütezeit
- Baubeginn ca. 3. Jahrhundert v. Chr.
- 106 n. Chr. Römer erobern Petra
- 2007 Wahl zum Weltwunder
- Weitere Ausgrabungen – etwa 80 % der Stadt liegen noch unter der Erde
- Tourismus wächst, nachhaltiges Management nötig
Die wichtigsten Daten auf einen Blick – eine Sammlung, die zeigt, wie vielschichtig Petra ist.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Standort | Südjordanien, ca. 240 km südlich von Amman |
| Bauzeit | ca. 3. Jahrhundert v. Chr. bis 1. Jahrhundert n. Chr. |
| Erbauer | Nabatäer |
| UNESCO-Welterbe seit | 1985 (UNESCO Welterbezentrum) |
| Höhe | 1500 m über dem Meeresspiegel |
| Bekannt für | Felsfassaden, insbesondere das Schatzhaus (Al-Khazneh) (MEIERS WELTREISEN) |
| Filmauftritte | Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, Transformers 2 |
Warum gilt Petra als Weltwunder?
Historische Bedeutung
Petra war kein unbedeutender Außenposten – die Stadt war das wirtschaftliche Herz des Nabatäerreichs. Vom 3. Jahrhundert v. Chr. an kontrollierten die Nabatäer die Karawanenwege zwischen Arabien, Ägypten und dem Mittelmeer. Händler zollten hier für Weihrauch, Myrrhe und Gewürze. Ohne diese strategische Lage wäre Petras monumentale Baukunst nie möglich gewesen (Visit Jordan, offizielle Tourismus-Website).
Petras Reichtum aus dem Handel erlaubte den Bau einer Stadt, die nicht auf flachem Land errichtet, sondern aus dem Fels gehauen wurde – eine technische Meisterleistung ohne Vorbild.
Architektur und Bauweise
Anders als fast alle antiken Städte wurde Petra nicht aus Steinen zusammengesetzt, sondern aus dem massiven Sandstein herausgearbeitet. Die Fassaden sind direkt aus den Klippen gemeißelt – das Schatzhaus (Al-Khazneh) mit seinen 40 Metern Höhe ist das berühmteste Beispiel (MEIERS WELTREISEN, Reiseportal). Die Nabatäer entwickelten zudem ein ausgeklügeltes Wassersystem aus Kanälen und Zisternen, das die Stadt in der Wüste versorgte (Wikipedia, freie Enzyklopädie).
Aufnahme in die 7 Weltwunder der Neuzeit
2007 wurde Petra nach einer weltweiten Abstimmung in die Liste der neuen 7 Weltwunder aufgenommen – gemeinsam mit Chichén Itzá, der Chinesischen Mauer, Christo Redentor, dem Kolosseum, Machu Picchu und dem Taj Mahal (Jordanien Reisen & Informationsportal). Den Status verdankt die Felsenstadt nicht nur ihrem Alter, sondern vor allem der Einzigartigkeit ihrer Bauweise. Was bedeutet das: Petras Status als Weltwunder ruht auf einer Kombination aus handelspolitischer Bedeutung, handwerklicher Innovation und ästhetischer Wirkung.
Ist Petra eines der Weltwunder?
Die neuen 7 Weltwunder
Ja, Petra gehört zu den neuen 7 Weltwundern. Diese Liste unterscheidet sich grundlegend von den antiken 7 Weltwundern, von denen nur noch die Pyramiden von Gizeh existieren. Die Initiative „New7Wonders of the World“ war eine private Aktion aus dem Jahr 2000, bei der Internetnutzer und Telefonwähler ihre Favoriten bestimmten (GEO, Reisemagazin). Die offizielle Anerkennung durch die UNESCO besteht für Petra seit 1985 und ist unabhängig von der Abstimmung.
Unterschied zu den antiken Weltwundern
Die antiken 7 Weltwunder stammen aus griechisch-römischen Quellen – darunter der Koloss von Rhodos oder der Leuchtturm von Alexandria. Mit den neuen 7 Weltwundern hat die UNESCO nichts zu tun. Petra ist also inoffiziell ein „Weltwunder der Neuzeit“, aber offiziell UNESCO-Welterbe. Beide Titel ergänzen sich und unterstreichen die globale Bedeutung der Felsenstadt.
Wer „Weltwunder“ auf einer Reiseliste sucht, findet Petra in beiden Kategorien. Aber die privatrechtliche Abstimmung der New7Wonders wird von Historikern oft kritisiert, weil sie touristische Bekanntheit mit kulturellem Wert gleichsetzt.
Die Debatte um die private Abstimmung zeigt, dass Petras Status als Weltwunder nicht unumstritten ist, aber die UNESCO-Anerkennung bleibt bestehen.
Wie lange braucht man in Petra?
Empfohlene Besichtigungsdauer
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sollten Sie mindestens vier bis fünf Stunden einplanen. Wer auch das Kloster (Ad-Deir) erreichen und die Königsgräber erkunden möchte, braucht einen ganzen Tag. Eine komplette Erkundung des riesigen Areals – Petra erstreckt sich über 264.000 Quadratmeter (Expedia, Reiseportal) – dauert zwei bis drei Tage. Bedenken Sie: der Weg durch den Siq (die kilometerlange Schlucht) allein beansprucht rund 30 Minuten pro Strecke (MEIERS WELTREISEN, Reiseportal).
- Schatzhaus (Al-Khazneh): 1 Stunde
- Kloster (Ad-Deir): 2–3 Stunden (822 Stufen bergauf) (GEO, Reisemagazin)
- Königsgräber und Theater: 1–2 Stunden
- Opferstätte (High Place of Sacrifice): 1,5 Stunden
Routen und Highlights
Eine klassische Route beginnt am Besucherzentrum, führt durch den Siq zum Schatzhaus, weiter zur Fassadenstraße, den Königsgräbern, dem Theater und schließlich zum Kloster. Tipp: Starten Sie früh morgens, dann haben Sie den Siq fast für sich allein. Ein mehrtägiger Aufenthalt lohnt sich, um auch die abgelegeneren Pfade und die umliegenden Wadis zu erkunden.
Mit guter Planung lässt sich Petra auch an einem Tag erleben, aber wer die Stille der Morgenstunden sucht, sollte mindestens zwei Tage einplanen.
Welche Filme wurden in Petra gedreht?
Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Der bekannteste Film, der in Petra spielt, ist „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ von 1989. Das Schatzhaus diente als Eingang zum Heiligen Gral. Regisseur Steven Spielberg wählte Petra wegen der überwältigenden Wirkung der engen Schlucht und der plötzlichen Öffnung zur monumentalen Fassade (MEIERS WELTREISEN, Reiseportal).
Weitere Filme und Serien
Neben Indiana Jones wurde Petra auch für „Transformers 2 – Die Rache“ (2009) und „The Mummy Returns“ (2001) genutzt. Immer wieder dient die Felsenstadt als exotische Kulisse für Abenteuerfilme und Dokumentationen. Die UNESCO schützt das Areal so streng, dass Dreharbeiten nur unter Auflagen möglich sind.
Einfluss auf den Tourismus
Seit Indiana Jones ist die Besucherzahl in Petra sprunghaft gestiegen. Die Filmkulisse machte die Stadt weltweit bekannt und lockt jedes Jahr Hunderttausende Touristen an – ein zweischneidiger Erfolg, denn der Massentourismus setzt die empfindlichen Felsstrukturen unter Druck. Die jordanische Regierung arbeitet mit UNESCO an nachhaltigen Besucherkonzepten.
Der Filmboom hat Petra endgültig auf die globale Landkarte gesetzt, aber die Herausforderungen des Massentourismus bleiben.
Was bedeutet der Name Petra?
Herkunft des Namens
„Petra“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Fels“ oder „Felsformation“. Der Name ist Programm: Die Stadt ist buchstäblich in den Fels gehauen. Im Arabischen heißt die Stätte „Al-Batra“ (البتراء), was ebenfalls auf den felsigen Untergrund verweist (Wikipedia, freie Enzyklopädie).
Bedeutung auf Deutsch
Auf Deutsch wird der Name direkt mit „Felsenstadt“ übersetzt. Im englischen Sprachraum ist oft von „Rose City“ die Rede – wegen des rötlichen Sandsteins, der bei Sonnenaufgang und -untergang in leuchtenden Rosa- und Rottönen schimmert. Dieser Beiname „Rosenstadt“ hat sich auch im Deutschen eingebürgert.
Spitzname der Stadt
Eine weitere Bezeichnung ist „die verlorene Stadt“, weil Petra nach dem Niedergang des Nabatäerreichs im 7. Jahrhundert von der Außenwelt vergessen wurde, bis es der Schweizer Entdecker Johann Ludwig Burckhardt 1812 wiederentdeckte (MEIERS WELTREISEN, Reiseportal). Die Mischung aus antiker Größe, jahrhundertelangem Schlaf und Wiedergeburt macht den besonderen Reiz aus.
Zeitleiste: Petras Geschichte
- ca. 3. Jahrhundert v. Chr. – Die Nabatäer beginnen mit dem Bau Petras als Handelsstadt (Wikipedia, freie Enzyklopädie)
- 106 n. Chr. – Römische Eroberung; Petra wird Teil der Provinz Arabia Petraea
- 363 n. Chr. – Schweres Erdbeben zerstört viele Gebäude
- 1812 – Wiederentdeckung durch Johann Ludwig Burckhardt (MEIERS WELTREISEN, Reiseportal)
- 1985 – Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste (UNESCO Welterbezentrum)
- 2007 – Wahl zu einem der neuen 7 Weltwunder (Jordanien Reisen & Informationsportal)
Bestätigte Fakten
- Petra wurde von den Nabatäern erbaut (Visit Jordan, offizielle Tourismus-Website)
- UNESCO-Welterbe seit 1985 (Jordanien Reisen & Informationsportal)
- Schatzhaus war Kulisse in Indiana Jones (MEIERS WELTREISEN, Reiseportal)
Was unklar ist
- Genaues Gründungsjahr Petras
- Zwecke einzelner Gebäude (z. B. Schatzhaus – vielleicht Grab oder Tempel)
- Einwohnerzahl zur Blütezeit
„eine der romantischsten Ruinenstätten der Welt“
Johann Ludwig Burckhardt, 1812 (Wikipedia, freie Enzyklopädie)
„einzigartiges Ensemble von Felsarchitektur und Wassertechnik“
UNESCO, 1985 (UNESCO Welterbezentrum)
„Die Enge des Siqs und das Schatzhaus boten die ideale Kulisse“
Steven Spielberg, Regisseur von Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Für Reisende, die Petras Magie selbst erleben möchten, ist die Botschaft klar: Planen Sie mindestens zwei Tage ein, tragen Sie feste Schuhe und kommen Sie früh – dann gehört Ihnen die Felsenstadt für ein paar Stunden fast allein. Wer nur einen Tag einplant, wird vor allem die Hauptwege kennenlernen, aber die stillen Ecken und das Kloster oberhalb der Stadt verpassen.
Weitere Reiseinformationen zu anderen Zielen finden Sie in unseren Artikeln über Turkmenistan Reisen und Siva Grand Beach.
kommwirmachendaseinfach.de, kosmopoetin.com, edelweissandcoconuts.com
Neben Petra zählen auch die sieben Weltwunder der Antike zu den beeindruckendsten Bauwerken der Menschheitsgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Wie komme ich nach Petra?
Petra liegt in Südjordanien, etwa 240 km südlich von Amman. Die Anreise erfolgt am besten mit dem Mietwagen, dem Sammeltaxi oder organisierten Busreisen. Der nächstgelegene Ort heißt Wadi Musa, wo sich die meisten Hotels und der Eingang zur archäologischen Stätte befinden. Der Transfer von Amman dauert rund drei Stunden. (Visit Jordan)
Was kostet der Eintritt in Petra?
Der Eintrittspreis beträgt für einen Tag ca. 50 JOD (jordanische Dinar), für zwei Tage ca. 55 JOD und für drei Tage ca. 60 JOD (Stand 2025). Kinder unter 12 Jahren und jordanische Staatsbürger zahlen ermäßigte Tarife. Die Karten sind nur im Vorverkauf online oder am Besucherzentrum erhältlich.
Welche Kleidung sollte ich in Petra tragen?
Festes Schuhwerk ist Pflicht – die Wege sind steinig und sandig. Leichte, atmungsaktive Kleidung ist wegen der Hitze empfehlenswert, aber auch eine Sonnenbrille und ein Hut sind wichtig. Im Winter kann es morgens kühl werden, eine leichte Jacke ist dann ratsam. Aus Respekt vor der lokalen Kultur sollten Schultern und Knie bedeckt sein.
Gibt es geführte Touren in Petra?
Ja, am Besucherzentrum in Wadi Musa können offizielle Führer gebucht werden. Die Kosten liegen bei etwa 30–50 JOD für eine halbtägige Tour. Es gibt auch spezialisierte Touren, die sich auf Fotografie, Archäologie oder die Nabatäer-Geschichte konzentrieren. Eine Buchung im Voraus wird empfohlen, besonders in der Hochsaison.
Ist Petra sicher zu bereisen?
Jordanien gilt als eines der sichersten Reiseländer im Nahen Osten. Petra ist eine stark frequentierte Touristenattraktion mit Präsenz von Touristenpolizei. Dennoch sollten Sie wie überall auf Ihre Wertsachen achten und die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts prüfen.
Welche ist die beste Jahreszeit für einen Besuch?
Die beste Reisezeit ist das Frühjahr (März bis Mai) und der Herbst (September bis November). Dann liegen die Temperaturen angenehm zwischen 20 und 30 Grad. Im Sommer kann es über 40 Grad heiß werden, im Winter gibt es gelegentlich Regen und Kälte. Die Hauptsaison ist im Frühjahr – dann ist es am vollsten.
Kann man in Petra übernachten?
Direkt in der archäologischen Stätte gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Der Ort Wadi Musa direkt am Eingang bietet eine breite Palette an Unterkünften – von einfachen Hostels bis zu 5-Sterne-Hotels. Einige Hotels haben einen Blick auf die beleuchtete Felsenstadt, die bei der Abendshow „Petra by Night“ besonders stimmungsvoll ist.